Die Woche habe ich mir von einem echten Schwaben mal erklären lassen wie man echte schwäbische Spätzle herstellt. Schwaben können ja bekanntlich alles außer hochdeutsch, aber für Spätzle sind sie ja sowieso bekannt. Probiert habe ich das selbst auch schon, aber manchmal hatte ich mit Matschteig zu kämpfen der nicht in den Topf wollte. Wenn man ein paar kleine Tricks beachtet ist es eigentlich ganz einfach.
Zutaten: Eier, Mehl, Salz
Kein Wasser, kein Öl, nur die 3 Zutaten. Spätzlemehl muss es auch nicht unbedingt sein, das wäre angeblich nur Geldmacherei. Der Schwabe muss das ja wissen.
Erst ein Teil des Mehls in eine Schüssel geben und dann Eier dazu. Die Schüssel ganz klischeehaft unter den Arm klemmen und mit der anderen Hand rühren. Mengenangaben gibts keine. Man sollte versuchen das Mehl so lange mit Eiern zu verdünnen bis der Teig ganz langsam am Löffel runterläuft und nicht zu sehr klebt. Unter Umständen ist die Konsistenz zwar richtig, klebt aber trotzdem. Jetzt kommt der Trick: Der Teig muss 15-30min ruhen. Danach nochmal rühren und nun gehts in den Topf.
Bei der klassischen Art wird der Teig auf ein Brett gegeben und mit dem Messerrücken abgeschabt in den Topf. Für Faule gibts eine Spätzlepresse wo der Teig durchgepresst wird. Möchte man “Knöpfle” – diese kleinen kurzen Spätzle – dann nimmt man am besten so ein Sieb und drückt den Teig durch. Ich habe herausgefunden, dass meine grobe Käsereibe, wenn ich sie verkehrt herum auf den Topf lege dafür Bestens geeignet ist.
Den Teig nicht komplett in den Topf mit heißem Wasser geben sondern immer nur die Oberfläche bedecken. Wenn der Teig richtig gemacht ist sinken die Spätzle zuerst ab und dann schwimmen sie wieder oben. Diese kann man dann mit einem Sieb herausfischen und dann die nächste Portion machen. Es gibt unzählige Varianten, wie man Spätzle zubereiten kann, z.B. einfach in Butter angebraten oder als Käsespätzle.
Viel Spass beim ausprobieren.
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