Hier alle Insider (von Insidern für Insider) auf einen Blick. Vorsicht! Die hier enthaltenen Begriffe enthalten auch Rollenspielvokabular.
(Quelle: www.dsa-hscg.de.vu)
ZERRER, der
altbekannt, steht für einen Powergamer.
NEEDS
relativ diffuse Bezeichnung für alle möglichen Formen körperlicher Gewalt und ihre Folgen. “Die geben uns Needs” heisst also “Wir kriegen gleich aufs Maul”. Kann auch als Verb benutzt werden: “Ich needs ihn halt.” = “Ich schlag ihn um/erschiesse ihn etc.” ACHTUNG: NEEDS heisst niemals SPRENGEN – dafür gibts: -> Dohlen
DOHLEN
vom pfälzischen dohle für Gullydeckel (D-kracher reinwerfen und kurz warten, dann DOHLTS eben
). DOHL ist dementsprechend in diesem Zusammenhang oft gleichbedeutend mit Sprengkraft (“C4 dohlt ganz schön”).
BABBICH
pflz. für “klebrig”, auf Rollenspiele bezogen gleichbedeutend mit “vergiftet”.
DRUFFNEHE
kommt aus dem Half-Life Jargon, wo die Gauss-Kanone, die von jeher nur der “Druffneher” ist mit einem einzigen Treffer killt. Das wäre im RPG dann wohl ein Sniperrifle… oder ne schwere Rotze. Tod mit einem Schuss halt.
RIHRE
Um die Ecke kommen, mit einem Gegner zusammenprallen, und dann vor lauter Schreck nur wild Blei in die Gegend setzen. Das ist RIHRE, vom hochdeutschen “rühren” herrihrend
E BERSCHT, BERSCHTE
Mehrdeutig:
1. Eine Salve, oder eine solche verschiessen.
2. Sauftour, Gelage. Und als Verb halt “saufen” oder “sich besaufen” (SICH ABBERSCHTE).
3. enni/enner berschde: heißt so viel wie “eine(n) flachlegen, Sex mit jdm haben”
DE ÄHMER
Eine dicke Knarre, zB ein Minimi. Die genaue Bezeichnung des Ur-Ähmer kann wohl YY zum besten geben.
ES BRETT
Konkret: Ein Barrett Sniper Rifle.
Abstrakt: Jegliche Opposition von abartiger Stärke, oder eine fette Überraschung, oder sonstige krass zu überwindende Hindernisse. Seltener auch eine äusserst hübsche Frau. Man sieht: sehr vielseitig verwendbar, der Begriff.
DURCHLOSSE
Sehr neuzeitliches Lehnwort aus dem Lippstädtischen…
Einen durchlassen, heisst nicht etwa ihn vorbei ziehen zu lassen, sondern vielmehr “kräftig verhauen, prügeln, abziehen, verdreschen, wickeln” auch dafür gibt es massig Ersatzbegriffe aus dem pfälzischen Jargon.
SCHDERBE
Nicht “sterben”, wie man vermuten könnte, sondern nur abartig auf dem Zahnfleisch kriechen. Dutzende male zu hören wenn Mario greint.
Dann heisst das im Kontext immer “…oh näää, do schderb ich wieder…”
GELD HOLE
Von Al geprägt, wird meist im DSA praktiziert, zieht fast immer eine Probe auf “Taschendiebstahl” nach sich.
FRECH
sich mit einer 0 sieben Felder vor einen stehenden Archer zu pflanzen oder vor einer Polizeiwache im Halteverbot zu parken. Bezeichnet verwegene Aktionen hart an der Grenze des gesunden Menschenverstandes oder darüber hinaus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit üble Folgen nach sich ziehen, aber auf jeden Fall Schneid (oder Dummheit) beweisen.
KLOTZ
Mario und seine Charaktere. Definiert sich hauptsächlich über physische Masse und psychische Unverrückbarkeit. Hat definitive Implikationen bezüglich der Kampffähigkeiten des Bezeicheten.
FLAKPANZER VON AARGH
Weit über die Grenzen des Erträglichen hinaus gezerrtes Eigenbaufahrzeug, daß ahnungslose Gegner erst überrascht und sogleich vernichtet. Benannt nach einem Eigenbau von M. Bold.
WEGSPRATZELN
Vermittels moderner Schnellfeuerwaffen und hohem Munitionsaufwand eine größere Anzahl von Gegnern ins Jenseits befördern.
Auch lautmalerisch: SPRATZ.
LÜFTUNGSSCHACHT
Die Doppeleins auf der Battletech-Treffertabelle.
KINDERBEIN (KINNERBÄÄ)
Stielhandgranate, nach der Form benannt.
kann KARATE
Quasi-euphorisches Werturteil, pauschal auf allen Gebieten erteilt. Zurückgehend auf Uwe K., der damit die allseitigen Vorzüge seines -> MÄNNELCHEns pries. Der Grundgedanke besagt, daß, wer Karate kann, alle anderen nur möglichen wichtigen und unwichtigen Fähigkeiten sowieso beherrscht.
MÄNNELCHE, das
Leicht ironische Bezeichnung für einen Rollenspielcharakter, insbesondere in der Wendung “sich e Männelche mache”. Übernommen aus dem Sprachgebrauch der frühen 8-Bit-Computer-Spiele; spielt darauf an, daß viele Rollenspieler ihre Charaktere mit nicht mehr Charakter und Hintergrund ausstatten, als nötig ist, um durch den jeweiligen Level zu rennen und alles umzunähen (-> NEEDSE), was ihnen der Meister an Opposition in den Weg stellt.
Der Begriff wird besonders gern von ernsthaften Rollen-Spielern gebraucht, denen “Charakter” zu ehrwürdig, abstrakt und unhandlich und “Char” zu neusprech und möchtegern-cool klingt.
PLATZEN (an)
Draufgehen, sterben, ins Gras beissen, die Radieschen von unten betrachten, den Löffel abgeben, einen Sarg beziehen, seinem Schöpfer gegenübertreten, zu Harfe und Heiligenschein greifen, in die ewigen Jagdgründe einreiten, die letzte Reise antreten…
Bezeichnet das gewalttätige und plötzliche Ende einer sonst vielversprechenden Entwicklung im Spiel oder der realen Welt angesichts der Konfrontation mit einem oft übermächtigen Gegner.
ONE STEP AHEAD
Robert in Sachen Battletech. Bis zum Überdruß der Gegnermannschaft zitierter selbstgefälliger Ausspruch nach besonders gelungenen Hornblower-Aktionen und daher als wahr zu bewerten.
PRODDE
Kommt aus dem englischen von “to prod” oder so ähnlich… bedeutete im PC-Klassiker Worms einfach nur einen kleinen Rempler zu geben. Von daher heißt “anschubsen” jetzt “prodde”.
GULP!
Allgemeiner Ausspruch. Seltener geworden in letzter Zeit. Ab und an aber noch zu hören, wenn unmittelbarer Kontakt mit einem BRETT (in welcher Form auch immer) oder einem ÄHMER bevorsteht.
GEDÖNERT
Synonym für besonders spektakuläre und seriöse Formen der Vernichtung. TM liegt bei Uwe K. aus H. den mutmaßlich die Fleischbröckchen im Döner an eine ziemliche Sauerei aus einem 3d-Shooter erinnert haben. Sehr etabliert, trotz zweifelhafter Herkunft.
SCHLUNZE
Ebenso von Uwe K. aus H. geprägtes Wort. Im erstverwendeten Sinne: “Schlachten”. In Apocalypse Now wurde halt die Kuh “geschlunzt”. Weitere Verwendung fand das Wort später beim “vernichten” von Pizza-Teilen. Deswegen eine Wanderung im Sprachgebrauch, hin zum Ersatzwort für “fressen”.
ZERTONGER
Kommt vom Autoaufkleber “Imperialer Sternenzertonger” und ist bedeutungsgleich mit Schlunzen und/oder Neetsen.
DROGEN (WAFFEN/REGELN/ZAUBER/GEGNER)
Bezeichnet alles, was einem Autor diverser Rollenspielsysteme nur unter massivstem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen ins kranke Hirn gekrochen sein kann. Bei DROGENREGELN ist zu beachten, dass sie so offensichtlich sind, dass sie jeder Depp bemerkt und damit zerren kann, im Gegensatz zu normalen Regeln. Autoren bemerken ihre eigenen Drogenregeln noch seltener als die regulären Regellücken – oder finden sie sogar gut!
Drogenerfindungen in SR sind zum Beispiel die Urban Enforcer, Anti-Fahrzeug-Mun, die Chemtech-Waffen, die Schrotflintenregeln…
SPALTBARES MATERIAL
Bezeichnet sowohl völlig unbegründet und sinnfrei auftauchende Gegner (“zum Auflockern”) als auch Teamkollegen, die man vorschicken kann (“Der Dieb sucht nach Fallen. Dafür ist er da…stell dich net so an!”).
GUT UND GÜNSTIG
Bewertungsschlüssel für Essen, Ausrüstung, Fahrzeuge…eigentlich alles.
“Gut und günstig” kann, je nach Betonung, eine der vier folgenden Bedeutungen haben: Das bezeichnete Objekt ist:
1. Gut und günstig.
2. Schlecht und günstig.
3. Gut und teuer.
4. Schlecht und teuer.
In Zerrerkreisen löst die “Gut und günstig”-Bewertung mittlerweile die alte Dualwertung ab (“SCHEISSE” und “GEHT SO”).
KLUMPEN (Verb)
Die (unfreiwillige oder absichtliche) Taktik, sich als Gruppe in einem dichten ->Haufen zu drängen. Wird bevorzugt von erfahrenen oder sehr unerfahrenen Spielern eingesetzt, bei ersteren, um sich gegenseitig zu decken und zu unterstützen; bei letzeren entsteht der Haufen meist spontan aufgrund von Unentschlossenheit (“Ei, do komm ich mit” “Ich aah!”), Fehlplanung und genereller Konfusion. Bsp: “Hasche gesieh? Die GSG klumpt wie die Sau!” Gegenstandsbezeichnung: Klumpen oder ->Haufen.
HAUFEN, der
Die durch geplantes ->klumpen entstehende dichgedrängte Gefechtsformation bzw. konfuses Gedränge sich gegenseitig behindernder Charaktere/Einheiten. Der geplante Haufen bietet den Vorteil von maximaler Feuerkraft, mehrseitiger Abdeckung und gegenseitiger Unterstützung auf engstem Raum. Der ungeplante Haufen bietet keinerlei über die psychologischen Annehmlichkeiten primitiven Rudelverhaltens hinausragende Vorteile und führt in der Regel zu reichhaltigem ->Heldensterben (Schießscheibentaktik, Granatenmagnet, Atomziel).
RAMMBOCKTAKTIK, die
Aufgrund ihrer kompromißlosen Unbrauchbarkeit bewunderte Taktik des kopflosen Vor und Zurück angesichts eines in einer starken Position befindlichen Gegners. Die Rammbocktaktik wird grundsätzlich unter feindlichem Beschuß ausgeführt, um die Bedrohung für den Gegner zu minimieren und die eigenen Verluste sowie die generelle Erheiterung der Zuschauenden zu maximieren.
Der Name ergibt sich aus der Ähnlichkeit des wiederholt vollführten Spiels von Anlauf (in der vagen Hoffnung, beim nächsten Ansturm dem Gegner irgendwie durch die schiere Bewegungsenergie zu schaden) und Rückzug (angesichts der akuten Bedrohung durch den wohlplazierten Gegner) mit dem Anblick eines Rammbocks in Aktion.
UNCHRISTLICH (Adjektiv)
Unchristlich ist alles, was aufgrund von Dogma, Vorurteil, persönlichen Vorlieben und dergleichen aufs strengste abzulehnen ist, selbst wenn es Vorteil verspricht oder das Dogma dem gesunden Menschenverstand zuwider läuft (in diesem Falle ist die Verwendung meist stark ironischer Färbung). Unchristliches hat keinen Platz in der christlichen Heilsordnung und ist somit a priori als zutiefst schlecht abzulehnen.
Unchristlich sind z.B.: das D20-System, (A)D&D generell, Artillerieschläge mit Clustermun, der ->Flakpanzer von Aargh!, Tretminen, Pils der Marke Karlsberg, Roland Emmerich, panzerbrechende Klingen/Schußwaffen (wenn der Charakter über Panzerung verfügt), Panzerung (wenn der Charakter nicht über panzerbrechende Klingen/Schußwaffen verfügt), alle möglichen Steuern und Instandhaltungskosten, welche Charakteren das Geld aus der Tasche ziehen, Pfeil und Bogen in Fantasy-Rollenspielen, Magie, ein Hinterhalt anstatt einer ->offenen Feldschlacht, der Einsatz der 8,8 im Bodenkampf und vieles mehr (->unsportlich).
Der so verwendete Begriff entstammt einer besonders erheiternden Szene des Filmes Flesh & Blood (Es ist insbesondere unchristlich, Pestbeulen aufzuschneiden!)
ZERREN (Verb)
Die energische Ausnutzung von Regellücken, unklaren Formulierungen, abstrusen Gedankengängen, Regelunkenntnis des Meisters, überholten Quellen und ähnlichem mit dem Ziel, den eigenen Charakter so stark aufzuwerten wie nur möglich, in der Regel mit Blick auf die optimierten Kampffähigkeiten des Charakters (resultiert im Normalfall in der Erschaffung einer ->Kampfsau). Man stelle sich eine Person vor, der es mit aller Kraft gelingt, ein Gummilaken über eine Matraze von grotesker Übergröße zu spannen.
Täterbezeichnung: ->Zerrer (eng verwandt mit dem Munchkin). Zustandsbezeichnung: gezerrt.
OFFENE FELDSCHLACHT, die
Die vermeintlich ehrenhafte Konfrontation auf offener (d.h. ebener und hindernis- und deckungsfreier Pläne), in der Regel angestrebt angesichts eines vermeintlich unterlegenen Gegners, der ->unchristliche Taktiken verfolgt und sich weigert, wehrlos stillzuhalten und sich niedermachen zu lassen.
Nach einer offenen Feldschlacht zu verlangen kann auch synonym sein mit “blindlings ins Verderben rennen”. Der Ausdruck wird in der Regel als Scherz gebraucht und geistig minderbemittelten Personen/Charakteren in den Mund gelegt.
Der Begriff stammt aus dem legendären Warhammer Fantasy-Gefecht zwischen Mario B.s Infanterie-Armee und der schwergepanzerten Kavallerie eines ansonsten der Vergessenheit anheimgefallenen Gegners, der eine offene Feldschlacht verlangte, in der sicheren Erwartung, Marios Truppen auf freiem Gelände ohne jeden Siegeszweifel in Grund und Boden stürmen zu können, nur um dann auf allerkürzeste Entfernung von zwei ->unchristlichen Schnellfeuerkanonen bis auf den letzten Mann ausgelöscht zu werden.
HELDENSTERBEN, das
Häufig in der Redewendung “Hier regiert das Heldensterben”. Bezeichnet genau das, was der Name ausdrückt: massiertes Abtreten von Spielercharakteren aufgrund widriger Umstände, übermächtiger Gegner, fieser Meister oder hochtödlicher Kampfregeln. Insbesondere Tobias B. hat sich in letzter Zeit auf diesem Gebiet verdient gemacht; seit der Einführung von Deadlands, Hunter und TROS greift das Heldensterben deutlich um sich.
Der Begriff läßt sich mit etwas Mühe auch positiv betrachten im Kontrast zum Vorgehen von Meistern, die lächerliche Vorwände aus dem Hut zaubern, nur um den Spielercharakteren ja kein Häärchen (sic) zu krümmen; ein gesundes Heldensterben kann durchaus belebend wirken.
SPEZIELLE SPEZIALEINHEIT, die
Überbleibsel aus unseligen Mechkrieger-Tagen. Generischer Vorwand dafür, eine Gruppe schwerbewaffneter und überzüchteter Charaktere an beliebige Orte zu versetzen, wo sie dann in der Regel planlos von einem Hinweis zum nächsten stolpern, alle auftauchenden Probleme und Komplikationen mit maximaler Feuerkraft lösend. Verlässlicher Zuarbeiter der speziellen Spezialeinheit ist der ->Mann mit dem karierten Hemd und den gestreifen Hosen.
Typisches Zitat: “Ei gut, dann geh ich zum Schiff unn fahr de Mech hoch.”
MANN MIT DEM KARIERTEN HEMD UND DEN GESTREIFTEN HOSEN, der
Deus ex machina eines verzweifelten Spielleiters, der diese Figur angesichts des erschreckend inkompetenten Vorgehens typischer Mitglieder der ->speziellen Spezialeinheit auftreten läßt, um den ratlosen Charakteren wichtige Informationen und Hinweise zukommen zu lassen. Überbleibsel aus unseligen Mechkrieger-Tagen.
KAMPFSAU, die
Entsteht regelmäßig, wenn mit kreativer Energie begabte Spieler ein in Bezug auf die Kampfregeln optimiertes ->Männelche erschaffen (->zerren). Verfügbar auch in der spezialisierten Geschmacksrichtung “Nahkampfsau”. Alternativ auch liebevoller Kosename für Mario B.
Den Gegner AUSEINANDERTREIBEN (Mit falschem, dick aufgetragenem amerikanischen Akzent)
vorzubringender ->raffinierter Plan. Von unbekanntem Amerikaner auf Genda erteilter taktischer Ratschlag ansichtlich eines taktisch klumpenden Gegners: “Ihr müßt vorstürmen und in sie hineinpreschen und sie auseinandertreiben!” Von der Durchführbarkeit her auf einer Stufe mit dem Verlangen nach einer ->offenen Feldschlacht zu bewerten.
RAFFINIERTER PLAN, der
Ironische Bezeichnung für brachial-direktes Vorgehen. Ein typischer raffinierter Plan klingt etwa so: “Mir fahre do hie, needse alles um unn befreije die Geisle!” Auch gebraucht für sinnlose und selbstmörderische Herangehensweisen. ->Den Gegner durch zu viele Ziele verwirren. Wahrscheinlich von Blackadder entlehnt. Auch: PLAN Z.
PLAN Z (ohne Artikel): ->Raffinierter Plan.
BLITZ, der
Womit verzweifelte Meister drohen, wenn sie die totale Kontrolle über eine Gruppe gezerrter Helden verlieren (-> zerren). Alternativen zum in den bedrohten Charakter einschlagenden Blitz: Flugzeugabstürze, Nuklearwaffen, Meteoriten, orbitale Artillerie. Sich nicht bewährt habende letzte Zuflucht aus in ferner Vergangenheit liegender, unglücklich verlaufener Meister-Versuche des Autors. In der Regel kausal verbunden mit dem kreativen Einsatz von Magie seitens der Spieler.
DEN GEGNER DURCH ZU VIELE ZIELE VERWIRREN
Die unkluge und sich niemals erfüllt habende Hoffnung, dem Gegner so viele gute Ziele auf einmal bieten zu können, daß er sie unmöglich alle unter Beschuß nehmen kann. Dieser ->raffinierte Plan sieht weiterhin vor, daß alle vorstürmenden Einheiten auf wundersame Weise überleben und den Gegner im Nahkampf gnadenlos vernichten. Hierzu ist die Formation des ->Haufens unbedingt einzunehmen.
->Vorstürmen und in sie hineinpreschen, ->offene Feldschlacht, ->Rammbocktaktik.
FESCHD
Kommt ursprünglich von Quake 1 u. Halflife Fortress, wo die Riper Snifle mehr Schaden macht, wenn man länger auf der Taste bleibt – schiesst dann also FESTER. Ursprüngliche Verwendung: “X schiesst, trifft, Gegner überlebt. Zuschauer Y: FESCHDER!” Das hat sich dann auf FESCHD reduziert; mitterweile ist die Bedeutung deutlich universaler geworden.
1. “Machs ordentlich” wie in:”FESCHD uffraame.”
2. “Versuchs nochmal” wie in: “X schiesst vorbei; Y: FESCHD!”
3. Ironisch: “X lässt einen Teller fallen; Y: FESCHD!”
HOB SUBBER
Stark gebrauchsmässige Entfremdung des eh schon aus der fremde entlehnten “allerhop, das ist ja super!”
Mittlerweile ausdruck für Beifallsbeurkundungen aller Art, mit hinzuzudeutendem Werturteil (je nach Betonung). Auch ein schlichtes “Ja” kann damit ausgedrückt werden.
An sich eigentlich nur schwer komplett definierbar…
HER UFF!
Einfache Art Gesundheit zu wünschen. Erstmals auf diese Weise missbilligend reagiert auf ein Niesen hat wohl einer der Ur-Sternen-Zertonger aus Hermersberg. Wurde dann auch in der Nachfolgegeneration (bei uns!) schnell salonfähig, ohne wirklich böse gemeint zu sein.
Bei Missachtung des “HER UFF!” (durch mehrfaches weiterniesen oder gähnen) wird der Befehl gleich verstärkt wiedergegeben und ihm gegebenenfalls eine Drohung immanent gemacht (“Wann de wei net uff hersch…!”).
KALTVERFORMEN (Verb)
Wohl aus der Fachsprache der metallbearbeitenden Berufe entlehnt. Bezeichnet das, naja, Verformen halt, eines Werkstücks durch schiere Kraft ohne Zuführung zusätzlicher Hitze. Umgangssprachlich verwendet unter anderem für “einen Unfall bauen” (bei Fahrzeugen). Bsp: “Ei, de Mario hat sei Calibra kaltverformt.”
Kaltverformen kann man z.B. auch die Metallverkleidungen von Waschstraßen und anderer Leute Gesichter, womit wir mal wieder beim Thema wären.
STRASSENKRIEGER-UMBAU, UNKONVENTIONELLER, DER
Was man bekommt, wenn man ein verkleidetes motorisiertes Zweiradgefährt bei entsprechend hohen Geschwindigkeiten über die Straßenoberfläche schubbern läßt und solcherart sich der lästigen Verkleidung entledigt. Der Robert hat’s vorgemacht.
VERRECK!
sagt man statt “Gesundheit”, wenn jemand niesen musste.
WEIL DASS!
Die beste Universalbegründung für jeden Befehl oder jegliche Behauptung. Entstanden durch den kurzen Geduldsfaden von Uwe’s Stiefvater, dem Roland. Noch besser und noch ultimativer als “Weil darum!”. Schlicht und einfach “WEIL DASS!” “WO RER IS !?
Schwer zu beantwortender Frageausruf, trotz oder gerade wegen rhetorischen Gehalts. Bedeutet so viel wie “Na, war das alles?” oder “Na, dir hab ich’s aber gegeben…”. Taucht stets auf in Verbindung mit derbem “abrulen” oder bei einem spannendem Zweikampf. Egal in welcher Lebenslage… “WO RER IS !?” hat immer was verhöhnendes arrogantes. Eine Art Kundgabe von Dominanz also. Auch oft begleitet von verstärkenden “HÄ?” (im Sinne von “Na?”)
Ganz klar erstmals aufgetaucht auf Grimme-Netzwerken, beim Half-Life DM. Stark aufgeworfen von meiner Person. Als plötzlich ganze Gegnerwellen brutal oder clever ausgemerzt wurden, hieß es zum ersten Mal… “NA, WO ISSER JETZT ? WEG ISSER!”
Daraus entstand dann in den nächsten Stunden ein Universalgebrauch für “HÄ, WO RER IS, HÄ !?”.
GALAMA
Ausdruck für “Gemächlich” oder “Zahm” oder “Ruhig Blut!”. Klares Synonym, in unseren ortschatz implementiert Dominik H. Benannt nach dem gleichnamigen Beruhigungsmttel.
MASSA-VERBOT
Anderer Ausdruck für den Status “tot sein”
Wer verreckt ist, kommt halt nimmer ins Massa (früher: große Supermarkt-Kette wie heute z.B. Real) rein. Daher: MASSA-VERBOT.
FRESSE BU’CHE!
Im Hochdeutschen: “Friss mein Bübchen!”
Ganz klare Aufforderung zum schaufeln und gierigen Verdrücken von Futter. Ganz im ironischen Sinne von D. Hartmann geprägt UND verwendet. Wenn sich jemand verschluckt oder sowieso schon Übergewicht zu beklagen hat, dann ist in Verbindung dazu oft “FRESSE BU’CHE!” zu hören…
Rock’n'Roll
steht für: “Der kreigt jetzt alles was ich hab!” oder “Feuert aus allen Rohren!” Kurz, man schießt im BT auf die Hitze und schießt die Waffenliste von oben bis unten durch. Natürlich in der Hoffnung das seine Maschine dann platt ist.
VOLLER ROTZ, der
Was andere Leute als -> Rock’n'Roll bezeichnen.
MOPED, das
Liebevoll ironische Bezeichnung für ein Motorrad. Ähnlich wie “Männelche” für Charakter. Zum ersten Mal in unserem Kreis gehört von Robert.
EVOLUTIONSBESCHLEUNIGER
Das nicht ganz ernstzunehmende Funktionsprinzip des E. basiert grob auf Darwins Evolutionstheorie. Man geht davon aus, daß dumme, ignorante, verbohrte, blind-durch-die-Welt-laufende und sonstige unfähige Leute in gefährlichen Situationen zuerst draufgehen und somit den Genpool der Menschheit von ihrem Erbe befreien. Als E. selbst wirken Waffen, Explosivstoffe, Gifte, Automobile und generell Gefahrenquellen aller Art.
DE SHREK IS AB 18
Das sagt man immer dann, wenn jemand (nicht näher bestimmtes) als ALLERLETZTER immer noch net kapiert hat, dass das momentane Thema mit gar übelster Ironie behandelt wird.
Geht zurück auf einen damals nicht ganz 18-Jährigen, der keine Ahnung hatte, was für ein Film Shrek ist, und mit der Aussage “Der ist eh ab 18, brauchst gar net zu versuchen, den zu gucken” ungefähr ein halbes Jahr von einem eigentlich ziemlich guten Film abgehalten wurde
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